Agile Saxony: Work out Loud!

Am 6. Juni 2016 gastierte Agile Saxony in Leipzig.
Das Thema “Work out Loud” wurde von Maja präsentiert.
Maja ist eine von mittlerweile vielen Gesichtern bei Avilox.

Immer wenn, wir eine Veranstaltung haben bei den Avilox-Mitarbeiterinnen teilnehmen, dann kommen neue Gesichter dazu. Die Firma wächst.
Irgendetwas scheinen die Damen da richtig zu machen.
Tatsächlich gibt es bei AviloX auch Herren. Allerdings habe ich die bisher nicht wahrgenommen.
Woran mag das liegen?

Überhaupt war es ein interessanter Abend für die Leipziger agile Community.
Für mich gab es neue Gesichter. Die überwiegende Zahl der Teilnehmer kannte ich bereits aus unterschiedlichen Zirkeln.
Bei WoL scheint deren Schnittmenge zu liegen.

/Der Rahmen

Die Veranstaltung fand in zwei Teilen statt. Zunächst eine praktische Übung und danach ein Vortrag von Maja über den größeren Kontext.

/Die Teilnehmer

Die Gruppe hatte eine interessante Zusammensetzung. Ich kam etwas später (familiäre Verpflichtung) und traf gerade zu Beginn der Übung ein.
Es wurden mehrere 5-Gruppen gebildet. Ich hatte die Auswahl zwischen

  • “ich kenne alle”
  • “ich kenne nahezu alle” und
  • “ich kenne nur die Hälfte der Gruppenmitglieder.”

Für welche Auswahl hättest Du Dich entschieden?

Die Kontexte aus denen ich die Personen kannte waren Agile Saxony, agiLE Community und !me.

Eine unerwartet freudige Überraschung war, dass auch eine der Grande Dames der Gewaltfreien Kommunikation, Uli Michalski aus Frankfurt, mit dabei war.
Leipzig ist halt immer eine Reise wert.

/Übung: Kennenlernen jenseits von Visitenkarten

Jeder Teilnehmer bekam einen strukturierten DIN A4-Bogen ausgeteilt.

  • Motto-Postkarte
  • Name
  • Tätigkeit/Branche
  • Experte für
  • Problem zu verkaufen
  • Visitenkarte, wenn man hatte/wollte

Die Postkarten stammten aus einer beeindruckenden Sammlung von Freikarten, die man aus öffentlich zugänglichen Aufstellern mitnehmen kann. Ich sammle die auch gern.

Karten_LE
Soll ich Dir meine Kartensammlung zeigen?

In diesem Fall entschied ich mich für “You are never too young to dream big” – Sanetta. Eine davon haben wir auch zuhause 😉

Es begann mit einem gegenseitigen Vorstellen aus dem dann Gesprächspaare zusammengesetzt wurden.
Ich fand es interessant zu hören, dass es Organisationen gibt, in denen es bereits eine Überdrüssigkeit in Bezug auf Agilität gibt.
Schon klar, Scrum ist anstrengend!
Das wurde aber nicht zu meinem Thema.

Ich war sehr offen und hatte selbst kein “Problem” im Angebot.
So fand ich mich in zwei Dia- bzw. Trialogen wieder.

Beim einen ging es ganz konkret um Optionen für eine berufliche Richtungsentscheidung jenseits der 55.
Ich habe dem “Entweder/Oder” ein “sowohl als auch” gegenübergestellt.
In etwa so: A Stanford professor says eliminating 2 phrases from your vocabulary can make you more successful

Worum es beim daraus folgenden Trialog so richtig ging, kann ich nicht in Worte fassen.
Für mich war es ein sehr interessanter neuer Kontakt und eine Vertiefung eines bestehenden.
Über AviloX habe ich gelernt, dass das Unternehmen einen konsequenten “Eat your own Dogfood-Ansatz” verfolgt.
Motto: “Wir können nur glaubwürdig von “New Work” sprechen, wenn wir es selbst tun.”
Folgerichtig ist die Organisation bei AviloX “meta-physisch”
– andere würden es “virtuell” nennen. Das stimmt aber nicht, da die Strukturen und Herausforderungen im Wachstum und in der internen Organisation real sind.
Nur ebenen nicht physisch in bestimmten Räumen, bspw. in einer Kaffeeküche, manifestiert.

Der Erfolg gibt ihnen ganz offensichtlich Recht.
Ein klarer Indikator: Wachstum = Erfolg.

/Vortrag

Im Vortrag hat Maja dann Herkunft, Struktur, Wirkung und Praxisbeispiele vorgestellt.

12 Schritte in 12 Wochen bewirken dauerhafte Verhaltensänderung

Ich kannte Work out Loud als strukturierte Methode noch nicht.
Es kam mir aber sehr vieles extrem bekannt vor.
Als Maja dann zeigte, wer das Vorgehen einsetzt, war es mir klar.
Das ist genau das Umfeld in dem ich primär mein Geld verdiene.

WoL ist im “Enterprise-Umfeld” sehr beliebt

Maja fragte (sich) ferner, warum das Vorgehen im Mittelstand so wenig vertreten ist.
Möglicherweise, weil da noch etwas mehr Abwechslung und Veränderungsfähigkeit vorherrscht.
Im DAX bzw. Fortune 500-Umfeld sind die Strukturen so groß und die Aufgabengebiete des Einzelnen daher so klein, dass der Mensch schnell das Gefühl bekommen kann, darin gefangen zu sein.

Geht da trotzdem etwas im Mittelstand?

Persönliche Bereicherung:
Ich saß (zufällig?) neben Lydia von AviloX. Ich wollte Fotos machen, weil ich schon wusste, ich würde bloggen. Sie machte mich auf “Office Lens” aufmerksam.

Ich habe diese App seit drei oder vier Telefonen bereits installiert ohne mich ernsthaft mir ihr, ihren Funktionen und dem Mehrwert für meine tägliche Arbeit zu beschäftigen.
Seit diesem kurzen, sehr einprägsamen Moment habe ich eine bessere Arbeitsweise adaptiert.

Lydia mit Office Lens (Smartphone rechts)

Früher, in den `00ern, war ich in der Position des Tipp-Gebers.
Zeiten ändern sich. Ich werde alt …

/Abschluß

Nachdem der formale Teil fertig war und die Dresdner sich auf den Weg gemacht hatten, räumten wir noch schnell zusammen und ich begleitete Sven auf dem Weg zu seinem Wagen.

Wir kennen uns nunmehr seit zwei Jahren. Er pendelt aus Chemnitz häufiger zu den jeweiligen Treffen nach Leipzig und Dresden.

Vor kurzem hat er dann eine Initiative für eine agile Chemnitz Community gestartet.
Ich wusste das zwar, es ist aber irgendwie nicht so richtig bei mir angekommen.
Auf seinen Hinweis hin bin ich dann am darauffolgenden Tag der XING-Gruppe beigetreten – und gleich etwas Interessantes dort gefunden.
Passt inhaltlich bestens zur Agilitäts-Verdrossenheit (s. oben).

/Was der Abend bei mir bewirkt hat

Ich habe in den ´90ern ein IT-Systemhaus gegründet. Wir waren Partner und erster (oft einziger) Ansprechpartner in Bezug auf IT für unsere Kunden aus dem Kleingewerbe bis hin zum Mittelstand.
Mit der ersten Aktien-Hysterie in Deutschland (“Neuer Markt”) kamen auch “Enterprise-Unternehmen” in den Kundenkreis.
Ich wollte mehr davon und verließ das Unternehmen 2001, um mit den großen Jungs zu spielen.

Seither bin ich in Umgebungen unterwegs, in denen Projekte mit Budgets in Millionenhöhe umgesetzt werden.
Ich weiß jetzt, dass in dieser Liga zwar auch mit Wasser gekocht wird, allerdings in größeren Töpfen und mit besserer Küchen-Ausstattung.

Mich hat in diesen Umfeldern immer gestört, dass entweder im Nebel gestochert oder “per Ansage” in die nicht ganz richtige Richtung gelaufen wird.
Anders als im eigenen Laden bin ich nun aber nicht mehr derjenige, der Vision und Umsetzung gleichermaßen in der Hand hat.
Ich bin jetzt “nur” noch ein Rädchen im Getriebe.
Wie dieses Getriebe abgestimmt wird, um die schiere Kraft der Millionensummen auf die Straße zu bekommen hat mich seither umgetrieben.

Nach einer Vielzahl von Projekten, Umgebungen und Organisationskulturen ist es mir gelungen, eine Essenz herauszudestillieren und als universelle Sequenz zu formulieren.
Ich habe es das up2U-Protokoll genannt und zur Persistierung meiner Erfahrungen und Erkenntnisse dazu eine Webseite ins Leben gehoben: https://up2u.blog/

Allein von ihrer Existenz verbreitet sich die Akzeptanz dieses Vorgehens jedoch kaum bis gar nicht.
Ich musste feststellen, dass es am Besten im persönlichen Dialog und in einem konkreten Kontext vermittelbar ist.
Dazu habe ich die EAC (“Easy Adoption Card“) entwickelt.
Es ist eine Art “Cheatsheet”, der die Stufen des Vorgehens per Symbol beschreibt und auf der anderen Seite komprimierte Hilfestellung dazu gibt, was sich hinter den einzelnen Schritten verbirgt.
Mithilfe dieser Karten ist es mir mittlerweile möglich, die Essenz persönlich und im Dialog in weniger als fünf Minuten zu vermitteln.

Wofür ist das gut?
Ich habe selbst etliche tausend € für am Ende wenig wirksame, nahezu nutzlose Arbeit in Rechnung gestellt und bezahlt bekommen.
Man könnte damit zufrieden sein und seine Familie davon ernähren.
Ich bin es nicht.
Es stört mich massiv. So viel Verschwendung von Energie und Ressourcen …

Wenn ich nun persönlich besser werde und dadurch weniger Zeit auf eine Tätigkeit verwende, führt das dazu, dass ich Zeit-basiert weniger Geld verdiene. Unbefriedigend.
Erschwerend kommt hinzu, dass der Rest der Projektorganisation kein Interesse daran hat, kürzer zu arbeiten, solange es um das schiere “Geldverdienen” geht.
Also werde ich durch das Umfeld ausgebremst.

Die Auftraggeber sehen das natürlich genau umgekehrt.
Konflikte sind an der Tagesordnung. Das Projektklima ist allein durch dieses “Setup” bereits vergiftet.
Keine schöne Arbeitsumgebung.

Mittlerweile hat ein Umdenken stattgefunden.
Die großen Organisationen vergeben Gewerke und nicht mehr “T&M”.
Plötzlich ist inhaltliche Zielerreichung mit möglichst wenig Aufwand und in kürzest möglicher Zeit gefragt.
Die Folgen der Agilisierung …

Dafür habe ich jetzt etwas.
Durch die Anregungen aus dieser Veranstaltung habe ich mich entschlossen, einen WoL-Zirkel zu suchen, der mir dabei hilft, die gute Nachricht des up2U-Protokolls unter die Menschheit zu bringen.

Konkrete Zielsetzung

Ich will innerhalb der kommenden 12 Monate die nachfolgenden, messbaren Ziele erreichen

  • 10x EAC 50’er Pakete verkaufen
  • 2x EAC 250’er Pakete verkaufen
  • 1x EAC 500’er Paket verkaufen
  • Für 1 Event-Teilnahme gebucht werden und erfolgreich abschließen
  • 1x “Practically up2U“-Workshop verkaufen und erfolgreich abhalten
  • 1x “up2U – DO” – in Vorbereitung – (Unternehmensorganisations-) Workshop verkaufen und mit Björn Czybik abhalten

Hilfst Du mir dabei?

/etc

Copedia: Working Out Loud
… mit weiteren Verweisen

/berühmte letzte Worte

Das Leben verläuft in Kreisen. Einige sind kleiner, andere größer.
Am Ende gibt es kein Ende – nur einen anderen Anfang.

“Teile, was Dir Freude macht.
Fühl’ Dich so frei, das Leben dadurch großartig zu machen!”

“Likes” sind willkommen, Kommentare noch höher geschätzt.

 

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