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Management vs Leadership

Der Manager braucht es kompliziert und wünscht es einfach. Er hasst es komplex.

Der Leader agiert im Komplexen.

Für viele andere sind dort die Erfolgsausschichten viel zu trüb.

Wovon handelt das hier? Und wo ist der Unterschied, wenn es in Deutschland durchweg nur Führungskräfte gibt, den man sich unterworfen fühlt oder es tatsächlich ist?

/Raum und Zeit

Was ist der Kontext dieses Blogbeitrags? Und warum ist das Thema gerade jetzt so wichtig?

Ich habe die zurückliegende Dekade damit verbracht, meine kognitive Dissonanz zu verarbeiten. Um mich herum wimmelte es von Managern und ich selbst trug diese Bezeichnung ebenfalls in der Rollenbezeichnung, die ich in den letzten knapp 5 Jahren ausfüllte.

Zuvor war ich in unterschiedlichen Projekten als ‘Servant Leader’ u.a. als Scrum Master oder agile Coach tätig. Neben meiner Manager-Tätigkeit agierte ich in anderen Organisations-Kontexten ebenfalls als Coach für andere Leader.

Dann kam es zum Bruch, weil meine Hauptauftraggeber, den Tätigkeitsbereich ohne weitere Reflexion oder begleitende Kommunikation in “Expert” umbenannten. Dann wunderten sie sich, dass ich die Aufgabe nicht so wahrnehmen wollte und zum Teil auch nicht konnte, wie sie es gern hätten.

/Manager

Der Manager regelt. Es trägt Sorge dafür, dass die gewünschten Bedingungen Wirkung erlangen. Das deutsche Wort ‘Verwalter’ kommt für mich der Sache am nähesten.

/Leader

Der Leader gibt die Richtung vor und begleitet andere bei ihren Bemühungen, ein Ziel zu erreichen. Das passt auch ganz gut auf das Rollenbild des “Coach”. Er gibt Hilfestellungen, damit andere ihre Ziele erreichen. Der Coach wirkt durch seine Coachees. Und er trägt Sorge dafür, dass sie Ihren Weg finden. Manchmal ist das auch ein gemeinsamer Weg durch das Dickicht der Ungewissheit.

Das ist dann der Unterschied zwischen einem Coach und einem Skipper im Sinne des Käpt’n.

In der Rollenverteilung an Board ist der Skipper gesamtverantwortlich, wohingegen der Navigator lediglich den Kurs überwacht und der Steuermann ihn hält. Der Verantwortliche für die Disziplin der Crew (Mannschaft) wäre dann wohl am ehesten der 1XO – der erste Offizier und Manager des Systems “Boot”.

Der Lotse kommt dazu, wenn’s eng und kniffelig wird. Der Lostse kennt sich aus. Er ist Spezialist und Experte für die unsicheren Gewässer vor dem sicheren Hafen.

/Zur Sache

Die Bilder, allen voran das des Boots, sind wichtig, weil sie helfen zu verstehen, worum es geht. Die alten Konflikte wie ‘agile’ denn ‘lean’ wohl sein mag, kommen genau da her.

Das Boot befindet sich entweder auf einer bekannten Route und macht Linie oder sticht zu einer Entdeckungsfahrt in See. Für beides braucht es eine eigenspielte Crew. Während der Kapitän auf Linie unter normalen Umständen nicht viel zu tun hat, lastet auf der Erkundungsfahrt eine ganz andere Verantwortung auf ihm.

Und da sollten wir uns weiter auf das besinnen, was uns die so genannte “Christliche Seefahrt” bereits seit Jahrhunderten lehrt.

Vor Gericht und auf hoher See sind wir alle in Gottes Hand. Click To Tweet

Und deshalb ist es ratsam, ein neues Unternehmen, ein neues Produkt, ein neues Geschäftsfeld nicht gleich mit allem zu erkunden, was wir haben … es sei denn, wir wissen wirklich, was wir da tun – so wie Maori oder Wikinger, die sich als erfahrene Seeleute aufgemacht haben, um Neuland zu entdecken.

Und woran krankt es?

Schiffbruch erleiden diejenigen mit schöner Regelmäßigkeit, die sich mit unzureichendem Gerät, unerfahrener Mannschaft in Abenteuer mit zweifelhaftem Ausgang begeben.

Die Weltliteratur ist voll davon. Über den gewaltsamen Tod des Capt’n Cook, die ‘Bounty’ (aka “Kopfgeld”) oder die Jagd nach dem imaginierten Gegner an Board der Pequod.
Aus jüngerer Zeit: Captain Phillips.

Ganz offensichtlich wird die Menscheit nicht wirklich klug.

Nun gibt es genug Hinterlassenschaften derjenigen, die dran glauben mussten und derjenigen, die es überlebt haben. Und ganz offensichtlich ist es wohl so, dass “der Mensch” am klügsten immer noch durch den eigenen Schaden wird.

Ich finde das irritierend und weiterhin sehr bedauerlich.

Warum erleben wir immer wieder das selbe im immer neuen Gewand?

/Erkenntnis

Für den Erfolg und die Aussichten darauf ist es am wichtigsten, zunächst die Natur der Situation zu erkennen, in der man sich gerade befindet.

Die Mittel der Wahl können nur dann ihre volle Wirkung entfalten, wenn sie im Einklang zur Aufgabe stehen, die es zu bewältigen gilt.

“Wer nur den Hammer kennt, sieht in allem einen Nagel.”

Abraham Maslow

In was für einer Situation stecke ich?

Ist es eine bekannte, kontrollierte Umgebung, in der es nur Erfolg und Fehler gibt, dann ist die Sache selbst und der eigene Anteil an der Lieferung der bestimmde Faktor.

AND – AND – AND. Es ist kompliziert.

Die Sache kann geregelt – gemanaged – werden. Hier braucht es eingespielte Abläufe – Prozesse – die sauber spezifiziert und immer wieder geübt ineinander greifen. Eine Engstelle (ToC) an einer Stelle behindert den Wertstrom des gesamten Produktionssystems. Es empfiehlt sich, die jeweils besten zu einer Staffel zusammenzustellen.


Begebe ich mich aber ins Neuland, dann sind die jeweiligen Personen, die Gesamtheit ihrer gemeinsamen Fähigkeiten und vor allem das Zusammenspiel viel wichtiger als der eine, einzelne Beitrag den jemand leistet.

Das hat auch Auswirkungen auf die Entlohnung – #NewPay.

Der Teilnehmer an einer Entdeckungsfahrt erhält meistens eine Heuer und hat manchmal einen Preis. Er wird für seine Teilnahme entlohnt, nicht für einen genau bestimmbaren Anteil. Ich bekomme meine Heuer als Besatzungsmitglied eines Regatta-Seglers anstatt für meinen 400 Meter Anteil am 4×400 Meter Staffellauf.

Das Team gewinnt, nicht der Spieler.

Man schließt sich zusammen und teilt ein gemeinsames Schicksal. Da braucht es Vertrauen (‘Trust’) in die Mannschaft und Zutrauen (‘Confidence’) in die gemeinsamen Fähigkeiten.

Das Vorgehen selbst wird sich mit zunehmendem Grad an Gewissheit ergeben. Man spielt sich aufeinander ein. Im Rückblick – retrospektiv – wird dann klar, was zum Erfolg beigetragen hat und auf welchem Irrweg das gute Ende möglicherweise verfehlt wird.

OR – OR – OR. Es muss komplex sein, um überlebensfähig zu sein.

Erst wenn ich weiß, was meine Erfolgsfaktoren sind, kann ich beginnen, Redundanzen abzubauen und die Effizienz zu steigern.

Erst, wenn durch eine, die Komplexität reduzierende Entscheidung (XOR), Gewissheit geschaffen wurde, wird die Sache wichtiger als der einzelne Mensch, der sie verwirklicht.

Die Norm zu setzen, ist Sache der Menschen.
Die Norm zu befolgen, können wir getrost den Maschinen überlassen.
Shu – Ha -Ri.

Der Weg dorthin ist weit und steinig. Er wird üblicherweise ‘Entwicklung’ genannt.


#Leadership is directing the creative process while #Management is supervising the production process. Click To Tweet

Der Leader steuert, während der Manager regelt.

/waswenn

  • jeder eine gemeinsame Vorstellung verwirklicht?
  • jeder sein Bestes beiträgt?
  • jeder etwas anderes gut kann?

/etc

Die Physiker erkennen das AND/XOR/OR vielleicht auch als einen Kipp-Punkt, als den Quantensprung bei dem ein Teilchen zur Welle wird; wo ein stabiles System in den Fluß (‘Flow’) gerät.

Ein stabiles System macht den Fluß sichtbar, wohingegen eine fließende Umgebung das stabile System sichtbar macht. Entscheidend ist der Strukturübergang (XOR).

/Inspiratoren

/Weiterführendes

/Medien

Die verwendete Grafik stammt von mir.
Nimm, was Du brauchst und sag’ wo Du es her hast. CC-BY-SA.

/lebewohl

Lebe lang, in Frieden und Wohlstand.
Mögen sich alle Bedürfnisse in Realität auflösen.

/berühmteletzteworte

Verläuft Dein Leben im Kreis?

Das Leben verläuft in Kreisläufen. Manche sind größer, andere kleiner.
An Ihrem Ende findet sich kein Ende – nur ein neuer Anfang.

Sprich zu denen, die es angeht. Teile, was Dir wichtig ist.

 

 

 

 

 

 

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